Nicht nur Mangel schafft Probleme

Offensichtlich ist es ebenso schwierig mit Überfluss richtig umzugehen,
wie mit Mangel fertig zu werden. (Dr. Heinz Fahrner, Fastenarzt)

Wir brauchen und wollen oft mehr als wir haben. Dabei ist es häufig so, dass das was wir meinen zu brauchen nur von der Gewohnheit abhängt bzw. von unserem sozialen Umfeld verlangt wird.

Dieser Mangel verlöre seine Triebkraft, würden wir uns nicht ständig von unserer Überflussgesellschaft vorgaukeln lassen, dass dies oder jenes noch zu unserem  ’Glück’ fehlt.

Wo ist aber ist das wirkliche Problem von Überfluss?

Abgesehen von den ökologischen Problemen, ist es auf emotionaler Ebene das Gefühl der Beliebigkeit das sich breitmacht. Ja sogar ein Gefühl der Rastlosigkeit, des Getriebenseins: Hat man das eine, will man schon wieder das Nächste. Oder besser: Muss man das Nächste wollen!

Tiefe Freude über etwas wird dabei mehr und mehr zu einem seltenen Gefühl.

Sehen wir unsere Kinder an, die mit ihrem Spielzeug einen Laden aufmachen könnten, wenn es noch Kundschaft für Gebrauchtes gäbe ;-) . Die Dinge sind gar nicht richtig bespielt (es gibt den schönen Begriff abgeliebt ;-) ), denn zu keinem konnte eine echte Herzensbindung entstehen, kam doch davor immer schon das nächste…

Und so geht es unseren Kindern dann oft – wenn sie erwachsen werden – auch in den Beziehungen:

Bevor sich ihnen der Wert eines Menschen erschlossen hat, wenden sie sich schon dem nächsten zu. Ohne sich wirklich darauf eingelassen zu haben. Ohne überhaupt wirklich tief gefühlt zu haben. Ohne dass je eine Herzensbindung entstanden ist. Dabei ist genau das der Moment wo die Menschlichkeit beginnt ;-) : die Liebe.

Alles was davor läuft, ist Konsum. Aber woher sollen sie es denn wissen, sie haben es ja nie gefühlt? Und ihre Eltern haben es ihnen ja genau so vorgelebt.

Die Konzentration auf das eine – seien es Dinge oder Menschen -  macht uns den Wert besonders bewusst und gibt uns auch die Chance uns wirklich zu spüren ;-) .

Bleibt menschlich!

Iris

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