Emotionale Reife

Ich habe gerade den Artikel von Dr. Chuck Spezzano (amerikanischer Psychologe) gelesen. Diesen fand ich so auf den Punkt gebracht, dass ich ihn ohne Kommentar als Impuls weitergebe: 

„ … unser Schlüssel bleibt weiterhin das Erlernen der emotionalen Reife. Das bedeutet, dass wir erkennen, dass unsere Emotionen von uns stammen und dass es in unserer Verantwortung liegt, wenn wir weder die Liebe noch das Glücklichsein spüren können. Eine Emotion zeigt eine Ego–Absicht, die besagt, dass es „um mich gehen soll“, statt zu heilen und zu helfen.

Wir nutzen Emotionen, um uns hinter ihnen zu verstecken und vor unserer Lebensaufgabe davonzulaufen. Wir nutzen Emotionen auch, um die Verantwortlichkeit unserer Fehler nach außen zu projizieren und um Recht zu haben, weil wir damit unsere Schuld zu verbergen meinen. Emotionen zeigen zweifelsfrei auf, dass wir dem Wunsch des Egos erlegen sind, sich selbst durch Angriffe bzw. Selbstangriffe zu stärken.

Unsere Emotionen werden zwar in der Gegenwart ausgelöst, stammen jedoch aus der Vergangenheit. Sie weisen auf unsere Fehler hin. Selbst wenn sich andere auf Grund unserer emotionalen Erpressung verändern, bleibt unser innerer Konflikt bestehen. Wir werden versuchen, dem Schmerz und dem Konflikt mittels Kontrolle, Projektion, Manipulation und anderen Ego–Methoden zu entgehen.

Alle Emotionen sind ein Aufruf an uns, dass wir etwas zu heilen haben.

Wenn wir auf die emotionale Unreife anderer reagieren, verpassen wir die Möglichkeit, das zu heilen, was wir vor uns verborgen haben und sie uns spiegeln. Unsere Emotionen zeigen, dass wir die Erwartung hatten, dass die anderen die Dinge so tun sollten, wie wir es wollten. Sie haben sich weder an unsere Regeln gehalten noch sind sie unseren Anweisungen gefolgt.

Diese Einstellung verleugnet jedoch das Drehbuch, das wir ihnen gegeben haben und zusätzlich vor uns versteckt halten. Sie folgen diesem verborgenen Drehbuch ohne Ausnahme und geben uns dadurch die willkommene Ausrede, uns zu trennen, unabhängig zu sein und es so zu machen, wie wir wollen. Das tun wir lieber als anderen die Hilfe zu geben, die sie brauchten, und dadurch unsere versprochene Lebensaufgabe zu erfüllen.

Die Erwartung, dass uns irgendjemand außerhalb von uns glücklich machen oder retten könnte, ist eine der ältesten Fallen, die es gibt: Die Quelle unseres Glücklichseins liegt außerhalb von uns. Diese Erwartung macht die Welt zu einem Ort der Idole und verleugnet den Himmel und die göttliche Liebe, welche die wahren Quellen unseres Glücklich seins sind. Sie verfängt uns in Ego–Zielen in einer Ego–Welt.

Wir sehen dann nicht mehr, dass das wirkliche Ziel der Frieden ist und wir ihn durch das Heilen erreichen. Aus dem Frieden entspringen Gesundheit, Glücklichsein, Freude und das Tor zum Himmel. Geben und wahre Hilfsbereitschaft gewähren Erfrischung und Freude über alle Kompensationen des Egos hinaus, die uns in die Totheit der Rollen und der Aufopferung einschließen …” (Dr. Chuck Spezzano, März 2014, Frankfurt)

Viel Spaß beim Reflektieren und Umsetzen!

Herzliche Grüße

Heinz

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